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Denkmal der 8. badischen Landwehrdivision - Ist das alt und soll das weg?

Das Denkmal, ein Block aus Stein, ist ein symbolischer „Altar des Vaterlandes“ (Unser Lörrach 1976 Eine Grenzstadt im Spiegel der Zeit). Er ist ein Denkmal der 8. Badischen Landwehrdivision für ihre Gefallenen des 1. Weltkrieges und steht an der Südwestlichen Ecke des Käferholzes (Tüllinger).

Für wen wurde dieses Denkmal gebaut?

Das Denkmal wurde für die Gefallenen der 8. badischen Landwehrdivision zwischen 1914 und 1918, also in Andenken an die Gefallenen des 1. Weltkrieges, gebaut. Eine Besonderheit ist, dass es Richtung Verdun, Frankreich, weist, wo die Angehörigen der Division gefallen sind.

Wann und von wem wurde das Denkmal gebaut?

Es wurde 1929 von Oberst von Pilgrim, dem Chef einer ehemaligen Kameradschaft erstellt. Der Architekt des Denkmals war Hertel und es wurde am 20. Oktober 1929 feierlich geweiht. Zuerst spielte die damalige Stadtmusik Lörrach, dann wurde das Denkmal von Hertel enthüllt. Daraufhin wurde das Denkmal durch den ersten Vorsitzenden des Vereins der 8. Landwehrdivision, Oberst von Pilgrim, an die betreuende Gemeinde Tüllingen, vertreten durch den Bürgermeister Ruser, übergeben. Danach fanden noch einige Musikvorträge, eine Weiherede und eine Kranzniederlegung statt.

Wie ist der heutige Zustand des Denkmals?

Das Denkmal liegt, im Gegensatz zum Hindenburg-Denkmal und dem Markgraf Ludwig Wilhelm - Denkmal, sehr versteckt und es gibt weder Schilder noch Informationen, die auf das Denkmal hinweisen. Das Denkmal an sich ist sehr ungepflegt, überall liegt Müll, der Stein ist rissig, die Schrift an dem Denkmal ist teilweise zerstört, Pflanzen wachsen wild um das Denkmal, viele Teile sind von Moos bedeckt und die Ecken sind abgeschlagen. An einer Seite gibt es eine augenscheinlich später angebrachte Tafel.

Warum ist das Denkmal in so einem schlechten Zustand?

Am Briefverkehr der Stadt Lörrach erkennt man, dass das Denkmal in seiner Geschichte von der Stadt anscheinend oft vernachlässigt und erst nach Aufforderung von Bürgern gepflegt wurde. Deswegen hat die Stadt zum 1. Juli 1990 hin dem Kameradenkreis der Gebirgstruppe Lörrach-Oberrhein die Patenschaft des Denkmals übertragen. Der Kameradenkreis schreibt weiterhin, dass beim Fall einer Auflösung die Patenschaft für das Denkmal wieder an die Stadt Lörrach übergeht. Die später angebrachte Tafel an der Seite des Denkmals stammt von dieser Kameradschaft. Auf ihr steht „Den Toten zum Gedenken, den Lebenden zur Mahnung“. Auf der Internetseite der Gebirgstruppe gibt es diese regionale Kameradschaft allerdings nicht mehr, weshalb die Patenschaft vermutlich zurück an die Stadt Lörrach gegangen ist, die sich dessen aber wahrscheinlich nicht bewusst ist.

Warum wurde später eine Tafel an das Denkmal angebracht?

Mit den Worten „Den Toten zum Gedenken, den Lebenden zur Mahnung“ soll darauf hingewiesen werden, dass durch das Denkmal nicht nur die Toten geehrt oder sogar verherrlicht werden, der Tod im Krieg also ein erstrebenswertes Ziel ist. Sondern stattdessen sollen die Lebenden an den Krieg erinnert und dadurch vom Krieg abgehalten werden.

Was für eine Bekanntheit hat das Denkmal bei Wanderern auf dem Tüllinger?

Das Gefallenen-Denkmal ist den meisten Passanten - im Gegensatz zu den anderen beiden Denkmälern auf dem Tüllinger - nicht bekannt. Von den befragten Personen kannten nur drei Personen das Denkmal. Fast alle befragten waren der Meinung, dass man Schilder anbringen sollte, damit man das Denkmal besser finden kann, da es wichtig ist, sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen und die Gefallenen zu ehren. Die, die es kannten, meinten auch, dass das Denkmal das schönste Kriegsdenkmal in der Gegend sei. Nur sehr wenigen war es egal, was mit dem Denkmal passiert und keiner war der Meinung, dass das Denkmal weg soll.

Fazit:

Das Denkmal der 8. Badischen Landwehrdivision für ihre Gefallenen des 1. Weltkrieges sollte nicht weg, da es ein wichtiges Denkmal zur Erinnerung an unsere Geschichte darstellt. Wie ein Befragter sagte, ist ein Denkmal ein „Spiegel der Seele für ein Volk“, da man sich durch dieses an die eigene Geschichte erinnert und es wichtig ist sich an schlimme Ereignisse, wie den Krieg, zu erinnern.

Da die Patenschaft über das Denkmal wahrscheinlich ohne das Wissen der Stadt an diese zurückgegangen ist, ist das Denkmal leider in einem sehr schlechten Zustand, der Stein ist rissig und von Moos bedeckt und die Schrift ist teilweise zerstört. Das sind alles Mängel, die man mit genug Arbeit, zumindest jetzt noch, reparieren könnte. Wenn man aber noch länger wartet, könnte der Verfall noch schneller voranschreiten und das Denkmal wäre für immer verloren.

(Lukas & Fabio, 10b)